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日志


4月3日

Russland olé....!

Hier kommt nun der ausführliche Russlandbericht, ich hoffe er wird nicht allzulang und langweilig für euch.

 

Dienstag Abend (25.03) ging es mit dem Zug los nach Moskau. Am Bahnhof haben wir unsere Reisepässe mit den Visas bekommen, ab da waren wir schon viel beruhigter! Der Nachtzug an sich war eine Erfahrung wert. Ein Klapperzug aus dem 60er Jahren, innen total russisch und eng!

Zwei Stunden mussten wir an der Grenze warten: Toilettentüren waren geschlossen und wir mussten in der Kabine artig warten. Reisepässe einsammeln, angucken, austeilen, wieder einsammeln, warten, warten, warten, aahhh, wir haben sie wieder. Als das geruckel wieder los ging, waren wir uns sicher: jetzt sind wir in Russland!

 

 Unser Tourguide Julia wartete schon auf uns und dann ging es los. Vor dem Kreml hatten wie eine Stunde Zeit für ein schnelles Frühstück und den geliebten Kaffee. Diese Stärkung brauchten wir auch, weil danach gingen vier Stunden Sightseeing los. Schön durch Moskau laufen und die wichtigsten Sachen angucken sowie die Geschite dazu hören. Der rote Platz (der auf altrussisch schöner Platz heisst) mit dem Blick auf den Kreml, das Gum (das grösste und älteste Einkaufszentrum Russlands) sowie die St. Basil Kirche mit den sieben kleinen Türmen (Wir nennen die orthodoxen Kirchen „Dönerkirchen“, weil sie irgendwie so aussehen als hätten sie eine Zwiebel auf dem Kopf. Der Name Zwiebelturm kommt also nicht von irgendwo her).

Vorbeigelaufen sind wir am Lubjanka. Von 1920 bis 1991 war es das Hauptquartier, das zentrale Gefängnis und das Archiv des sowjetischen Geheimdienstes in Moskau. Nach dem Ansehen von vielen Monumenten und Statuen ging es dann endlich in dem Kreml. Man denkt immer „oohhhh, der Kreml“, aber so viel gibt es da gar nicht zu sehen. Halt viele Gebäude und viele Kirchen. Interessant ist nur, dass es früher eine Festung war, dessen Charme man heute noch spüren kann.

Nachmittags waren wir dann in der Tretyakov Gallerie, die grösste Sammlung russischer Kunst in einem sehr schönen alten Gebäude.

Abends sind wir dann durch die Einkaufsstrasse, vorbei am Las Vegas von Moskau wieder zu unserem Treffpunkt gelaufen um dann Moskau bei Nacht zu sehen. Zum Glück diesmal in einem Reisebus, noch mehr laufen hätte uns sicher umgebracht!!!!!

 

Um halb drei Nachts ging dann auch unser Zug nach St. Petersburg.

 

Am frühen Mittag, so gegen 12, kamen wir in unserem Hostel an und sind erstmal gepflegt duschen gegangen. Das war herrlich!!!!

Nachdem wir usn eingerichtet hatten sind wir dann die Stadt erkunden gegangen und abends gab es für Anja und mich einen Besuch im russischen Ballett. Romeo und Julia hätten mich am Ende des dritten Aktes beinahe zum weinen gebracht!!!! So eine schöne Inzenierung habe ich selten gesehen und das Theater war einfach nur traumhaft schön. Zum Glück hatten die Zaren damals viel Geld und haben es gut angelegt: in Theater, Paläste, Kirchen und Museen. Die nächsten Tage ging es dann wieder ans Sightseeing: Die Hermitage (unglaubliches Gebäude mit vielen Kleinigkeiten und natürlich Kunstgegenständen) die Kazan Kathedrale (die grössrte orthodoxe Kirche Russlands), der Stroganow Palast (danke für das leckere Gulasch!!!), die Festung Peter&Paul ( wo man gut und gerne bei drei Grad Russen sehen kann, die fast nackt sind und sich sonnen wollen), die Christus der Erlöser Kirche (die innen komplett mit Mosaiken ausgestattet ist) und natürlich die St. Isaac Kathedrale (die drittgrösste Kathedrale der Welt).

Ein wenig ausserhalb von St. Petersburg habe wir den Katharinenpalast gesehen, leider nur von aussen.... Das Bernsteinzimmer haben wir nicht zu Gesicht bekommen, weil die russische Regierung den Palast gemietet hatte. Dann waren wir noch am Paul’s Palast mit den grössten Parkanlagen Russlands. Die sehen im Sommer bestimmt hübsch aus, im Winter bei Schnee eher semi. Und Basti und ich haben die Reise auf uns genommen und haben uns den Peterhof angeschaut. Im Sommer gibt es da eine Masse an Fontänen, die für die damalige Zeit einmalig waren. Auch hier muss man sich eingestehen, dass der Winter und die Kälte die Schönheit nur Erahnen lässt, weil alle Fontänen abgedeckt sind, aber egal. Man war da!!!!!

 

Ganz wichtiges Thema für Russland sind die U-Bahn Stationen, die unterirdischen Paläste des Volkes. Mit der längsten Rolltreppe der Welt (126 Meter) gehts ab ins Dunkle. In Moskau darf man sie noch fotografieren und es sind wirklich sehr schöne Mosaike, Statuen und Bilder dort zu finden. In St. Petersburg ist das fotografieren strengestens verboten. Warum? Nun ja, im Falle eines Krieges kann man sich in den bis zu 100 Meter tiefen Schächten gut verstecken und sie haben auch schon einen Notfallplan entwickelt, wo man ein Lazarett, eine Suppenküche, Schlafbereiche etc aufstellen kann. Sobald man dies fotografieren würde, könnte man einen Plan geheimen Plan entwickeln, wie man die Bomben weden müsste.... und das wollen die Russen nicht! Aus dem Grund sind sie Bilder von der Metro nur in unseren Köpfen! Im Internet findet man ein paar Bilder, falls sich das einer anschauen mag.

 

So, das war Russland!!!! Nach vier Stunden warten an der Grenze nach Finnland waren wir dann am Sonntag Abend um halb eins zu Hause und sind in unsere Betten gefallen.

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